Grillmarinade

aromatisches Grillerlebnis für jeden Gusto

So manches Grillgut bekommt erst durch eine leckere Grillmarinade das gewisse Etwas. Doch sollte man bereits fertig mariniertes Grillfleisch kaufen, oder die Marinade zum Grillen doch besser selbst herstellen? Vorab sei gesagt: Rezepte für Grillmarinade sind leicht und schnell umzusetzen, daher sollten Sie sich nicht vor der Zubereitung scheuen.

Für jede Fleischsorte gibt es die passende Marinade zum Grillen – von Fleisch und Fisch bis hin zu Gemüse und Fleischersatz. Ob fruchtig-süß, feurig-scharf oder rauchig-würzig. Auf dieser Seite erhalten Sie wertvolle Informationen rund um das Thema Grillmarinade: Wie Sie diese am besten selbst zubereiten, was Sie im Zusammenhang mit Marinade falschmachen und wie Sie Grillgut am besten perfekt und geschmackvoll marinieren können.

Grillmarinade kaufen oder Selbermachen?

An der Fleischtheke im Supermarkt oder Discounter gibt es Grillfleisch in Massen: Abgepackt, bereits mariniert und zu einem Spottpreis. Doch sollten Sie hier bedenkenlos zugreifen können? Fleisch zu Billigpreisen ist per se schon moralisch verwerflich – wenn Sie ein 600 g Steak für unter 2 € angeboten bekommen, können Sie sich die Haltungs- und Lebensbedingungen der Kuh ausmalen.

Hier sollte jeder selbst nach seinen ethischen Grundsätzen handeln und wenn Sie nicht vegan oder vegetarisch grillen möchten, dann muss wenigstens die Qualität des Grillguts sowie die Haltungsbedingungen der Tiere stimmen. Aber zurück zur Grillmarinade – wenn möglich, kaufen Sie unmariniertes Fleisch und marinieren dieses, am besten am Vortag, selbst.

So wissen Sie nicht nur genau, was für Inhaltsstoffe in der Grillmarinade stecken, sondern die ölige Marinade kann zudem beim Kauf auch Schwachstellen des Fleischs vertuschen. So können Sie nicht genau sehen, welche Qualität das Grillgut hat, wie die Maserung ist oder ob es sich um ein frisches Stück Fleisch handelt.

Möchten Sie das Fleisch nicht selbst marinieren, so können Sie den Metzger Ihres Vertrauens darum bitten. Der Kauf beim Metzger hat den Vorteil, dass Sie qualitativ hochwertiges Grillfleisch kaufen und sich die Ware vor dem Marinieren anschauen können. Auch können Sie beim Metzger meist zwischen verschiedenen Grillmarinaden auswählen und die Inhaltsstoffe erfragen. Dies ist vor allem bei Allergikern ein wichtiger Fakt.

Wie mache ich eine Grillmarinade?

Möchten Sie sich an die Marinade zum Grillen wagen, dann sollte die Eigenproduktion selbst für Kochmuffel keine Schwierigkeit darstellen. Eine Grillmarinade besteht in der Regel aus drei Komponenten, nämlich Gewürzen, Säure und Fett.

Säure finden Sie in Säften, wie Limetten-, Orangen- oder Zitronensaft. Aber auch Essig, Buttermilch und Wein eigen sich hervorragend als Säuregeber für eine Marinade zum Grillen.

Fette geben Sie in Form von Öl in die Grillmarinade. Geeignete Öle, die einen hohen Rauchpunkt aufweisen. Hierzu zählen Pflanzenöle, wie Raps- oder Sonnenblumenöl. Diese halten auch hohen Temperaturen stand und bilden keine giftigen Substanzen. Kaltgepresstes Olivenöl, Margarine oder Butter sind als Fette für eine Marinade zum Grillen ungeeignet.

Bei den Kräutern und Gewürzen müssen Sie nichts Besonderes beachten – außer: Geben Sie kein Salz in die Grillmarinade. Dieses entzieht dem Grillgut Wasser. Ansonsten können Sie frei nach Ihrem Gusto die Rohgewürze auswählen. Ob scharf, süß oder mit Knoblauch – Sie haben die Qual der Wahl.

In welchem Verhältnis Sie diese drei Komponenten mischen, ist Ihnen überlassen. Entweder halten Sie sich mit den Zutaten an das Rezept für Grillmarinade, oder mischen die Basiszutaten nach Ihrem eigenen Geschmack.

Beachten Sie jedoch: Die Marinade zum Grillen sollte bei der Herstellung mindestens doppelt so würzig sein, wie das Fleisch später schmecken soll. Also keine Angst, wenn die Grillmarinade zu intensiv schmeckt – die Gewürze verlieren mit zunehmender Zeit an Intensität.

Wie lange muss die Grillmarinade einwirken?

Als Faustregel können Sie sich merken: Je länger die Marinade Zeit zum Einziehen in das Grillgut hat, desto intensiver ist später der Geschmack. Genaue Zeitangaben sind schwierig, da es auch vom marinierten Grillgut sowie von individuellen Vorlieben in Sachen Intensität abhängt.

Einige Stunden sind jedoch meist Pflicht. Dünne Spieße haben selbstverständlich eine kürzere Einwirkzeit als ein dickes Fleischstück. Dieses sollten Sie spätestens am Vorabend in die Grillmarinade einlegen. Marinade zieht pro Tag etwa einen Zentimeter tief in das Grillgut ein.

Geben Sie Grillfleisch, Gemüse oder Fisch zum Marinieren in ein entsprechend großes Behältnis und bedecken das Grillgut komplett mit Grillmarinade. Die Aufbewahrung muss im Kühlschrank erfolgen. Nehmen Sie das Grillgut vor dem Grillen heraus, sodass dieses Zimmertemperatur annehmen kann.

Grillmarinade vs. Rub

Eine Alternative zur Grillmarinade stellt ein Rub dar. Bei diesem handelt es sich um eine trockene Marinade, ohne jegliche Flüssigkeit. Diese Gewürzmischung eignet sich besonders gut dafür, schnell Grillgut zu marinieren.

Ein Dry Rub hat den Vorteil, dass Sie diesen in großen Mengen herstellen und im Gegensatz zur Grillmarinade lange Aufbewahren können. So haben Sie immer Marinade zur Hand, auch wenn Sie kurzfristig Grillen möchten. Zur Herstellung werden die gewünschten Zutaten in einen Mörser oder Küchenmaschine gegeben und zu einem groben Pulver gemahlen.

Den Rub massieren Sie vor dem Grillen ins Grillgut, wickeln dieses eine kurze Zeit in Frischhaltefolie und schon können Sie loslegen.

Häufige Fehler im Zusammenhang mit Grillmarinade

  • Verwenden Sie ein hochwertiges Öl mit hohem Rauchpunkt (kaltgepresste Olivenöle sind ungeeignet).
  • Sehr teures und edles Fleisch besser nicht marinieren – so geht der exklusive Eigengeschmack verloren.
  • Entfernen Sie Kräuterreste der Marinade vom Grillgut. Diese Verbrennen auf dem Grill und hinterlassen einen bitteren Geschmack – weder lecker noch gesund.
  • Tupfen Sie überschüssige Grillmarinade ab. Tropft Marinade in die Glut, entstehen giftige Dämpfe, die sich auf dem Grillgut ablagern. Auch bildet sich auf zu feuchtem Fleisch keine schöne Kruste.
  • Verwenden Sie keine Fertig-Gewürzmischungen mit Salz. Greifen Sie lieber zu Rohgewürzen.
  • Verwenden Sie zum marinieren keine Gefäße aus Gusseisen, Aluminium oder Kupfer – diese verfälschen den Geschmack.
  • Spülen Sie Fleisch, Fisch oder Gemüse gut ab und trocknen dieses mit Küchenpapier. Erst dann geht es ab in die Grillmarinade.

Grillrezepte für Marinade

Mit einer Grillmarinade können Sie Geflügel, Schweinefleisch, Steak, Fisch, Gemüse sowie Fleischersatz veredeln. Auch günstiges Fleisch können Sie mit einer Marinade zum Grillen aufwerten. Hier sehen Sie eine kleine Auswahl an Rezepten – vielleicht finden Sie hier Ihre Wunsch-Marinade. Als kleiner Tipp: Behalten Sie einen Rest der Grillmarinade und tupfen diese während dem Grillen auf das Grillgut. Dies sorgt für einen noch intensiveren Geschmack. 

Feurig-scharfe Marinade

-Für alle, die es gerne scharf mögen-

Zutaten:

  • 4 EL Tomatenketchup
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 EL Honig
  • 2 EL Balsamico-Essig
  • 2 Limetten
  • 1 TL Paprikapulver (edelsüß)
  • ½ TL Cayennepfeffer
  • 1 EL brauner Zucker
  • Tabasco

Zubereitung: Knoblauch schälen, fein hacken und in eine Schüssel geben, Ketchup, Balsamico-Essig, Honig und Gewürze zugeben. Den Saft von 2 Limetten auspressen und zufügen. Masse mit einem Schneebesen vermengen und mit Tabasco abschmecken, bis die gewünschte Schärfe erreicht ist.

Indische Grillmarinade

Zutaten:

  • 250 g Naturjoghurt
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Stück Ingwer (3 cm)
  • ½ Limette
  • ½ TL Cayennepfeffer
  • ½ TL Kurkuma
  • ½ TL Koriander (gemahlen)
  • ½ TL Kreuzkümmel

-Passt besonders gut zu Hähnchen, Pute und Fisch-

Zubereitung: Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken. Den Joghurt zusammen mit gehacktem Ingwer und Knoblauch in eine Schüssel geben. Gewürze hinzufügen und die Limette auspressen. Die Grillmarinade gut vermengen.

Klassische Kräutermarinade

-Klassisch für jedes Grillgut-

Zutaten:

  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • Frische Kräuter nach Belieben (z.B. Koriander, Petersilie, Rosmarin, Thymian, Basilikum etc.)
  • 3 EL Kräuteressig
  • 6 EL Pflanzenöl
  • Pfeffer

Zubereitung: Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Kräuter waschen, abtrocknen und ebenfalls fein hacken. Nehmen Sie von der Menge so viele Kräuter, dass diese gehackt etwa 5 EL ergeben. Alle Zutaten in eine Schale geben und mit Kräuteressig und Pflanzenöl kräftig vermischen. Schließlich mit Pfeffer abschmecken.


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